Setze dich als Mentor*in aktiv für eine gerechte Gesellschaft ein!

Du kannst mit deinem Engagement nachhaltig etwas bewirken und das Leben von geflüchteten Menschen erleichtern. Mach dich stark für diejenigen, die wenig Unterstützung erfahren.

Du kannst dabei entweder allein oder mit einer weiteren Person eine Patenschaft übernehmen, zum Beispiel mit einem Freund oder einer Freundin.

beeMentor ist unsere Antwort auf die Frage, wie man geflüchteten Familien die Ankunft in unserer Gesellschaft vereinfacht und ihnen ihre Selbstbestimmung zurückgibt. Seit Anfang 2015 vermitteln wir Hamburger*innen an geflüchtete Familien in unserem 6-monatigen Mentorenprogramm „beeMentor“. Du kannst dabei entweder allein oder mit einer weiteren Person eine Patenschaft übernehmen, zum Beispiel mit einem Freund oder einer Freundin.

Als Mentor*in spendest du im Durchschnitt etwa zwei Stunden Zeit pro Woche und stehst währenddessen bei unterschiedlichen Herausforderungen der Familie als Ansprechperson zur Seite. Dabei gilt immer: Du legst dir deine Grenzen selbst fest und entscheidest, bei welchen Themen du helfen möchtest. Das können Behördenangelegenheiten, Terminbegleitung oder die Ausbildungsplatzsuche sein.

Unser hauptamtliches Projektmanagement steht dir während deiner Patenschaft bei Fragen und Problemen unterstützend zur Seite und organisiert regelmäßig gemeinsame Ausflüge und kulturelle Veranstaltungen, an denen du kostenlos teilnehmen kannst.

Darüber hinaus bieten wir unseren Mentor*innen partizipative Möglichkeiten innerhalb der Vereinsarbeit, Austauschformate, Feedbackgespräche und in Kooperation mit anderen sozialen Organisationen auch Fortbildungen an. Damit wird zum einen die Qualität des Projekts überprüft und aufrechterhalten und zum anderen ein effizientes und wirkungsvolles Ehrenamt gewährleistet.

Der Weg hin zu deiner Patenschaft!

Franziska Birke

Projektmanagerin beeMentor

Bie Fragen schreib mir gerne eine Nachricht über Mail/WhatsApp oder ruf an!

E-Mail: Franziska.Birke@bee4change.eu
Mobil: 0176 5782 5936

Erreichbarkeiten: Mo-Do 10-16 Uhr.                 

Das sagen Mentor*innen:

FAQs

Ein*e Mentor*in oder ein*e Pat*in ist eine Ansprechperson für Menschen, die Hilfe, Information oder Orientierung in einem neuen Umfeld brauchen. Mentorenschaften oder Patenschaften gibt es in vielen Bereichen! Zum Beispiel in einem beruflichen oder schulischen Kontext. Bei uns geht es darum, dass du als jemand, der sich in der deutschen Gesellschaft auskennt und die Sprache beherrscht, dein Wissen und deine Kenntnisse an geflüchtete Menschen weitergibst, um ihnen das Ankommen zu erleichtern. Du machst das ehrenamtlich, d.h. du bekommst kein Geld dafür, sondern spendest deine Freizeit, um etwas Gutes für die Gesellschaft zu tun.

Das Pendant zur/zum Mentor*in nennt man Mentee. In unserem Kontext bedeutet das, dass die geflüchtete Familie deine Mentees sind.

Mentorenschaften sollen den Mentees helfen, sich besser in einer ungewohnten Umgebung zurechtzufinden. Im besten Fall bedeutet das, dass du der geflüchteten Familie Hilfe zur Selbsthilfe gibst und die Familie so mit der Zeit immer mehr Herausforderungen selbstständig bewältigen kann. Es geht darum, dass du aktiv einem Verhältnis von Abhängigkeit entgegenwirkst und die Menschen motivierst, ihren eigenen Weg zu gehen.

Aber nicht nur Mentees profitieren von einer Patenschaft. Du erfährst über deine Mentees auch mehr über dich selbst, indem du neue Perspektiven auf deine Normalität kennenlernst. Die damit einhergehende Selbstreflexion führt dazu, dass du dich mit dir selbst und deiner Verortung in dieser Welt auseinandersetzt. Interkulturelle und diverse Begegnungen dieser Art sind für eine tolerante und offene Zivilgesellschaft von unermesslichem Wert. Deine neue interkulturelle Kompetenz wird dir im beruflichen und privaten Kontext viele Erkenntnisse liefern!

Im Prinzip kann jede*r, der/die Zeit und Lust hat, eine Mentorenschaft übernehmen.

Da eine Mentorenschaft aber auch mit Verantwortung verbunden ist, achten wir beim Kennenlern-Gespräch neben den Rahmenvoraussetzungen wie Deutschkenntnissen, Zeit und Zuverlässigkeit noch auf weitere Softskills und die Gründe deiner Motivation. Die Entscheidung, Mentor*in werden zu wollen, sollte nicht leichtfertig getroffen werden, sondern gut durchdacht sein.

Eine Mentorenschaft dauert ungefähr sechs Monate, um damit nachhaltige Entwicklungen anstoßen zu können. Wenn du also z.B. schon weißt, dass du in drei Monaten nicht mehr in Hamburg bist, ergibt eine Mentorenschaft zu diesem Zeitpunkt weniger Sinn. Die Treffen finden in der Regel wöchentlich statt und dauern ca. zwei Stunden. Diese Zeit solltest du zur Verfügung haben.

Es gibt viele Vereine in Hamburg, die Patenschaften vermitteln. Häufig ist das Modell eine 1:1 Patenschaft, in der es ein*n Pat*in und einen Mentee gibt. Bei uns vermitteln wir Familienpatenschaften. Das bedeutet, dass es 1-2 Pat*innen gibt und eine geflüchtete Familie. Familien sind vielfältig; d.h. eine Familie kann eine alleinerziehende Mutter sein, eine kleine Familie, eine größere Familie oder vieles mehr.

Gerade geflüchtete Familien sind Mehrfachbelastungen ausgesetzt. Der/die Mentor*in unterstützt die Eltern dabei, anstehende Aufgaben zu bewältigen. Die Entlastung wirkt sich automatisch auf den Rest der Familie aus. So hoffen wir, dass der Wirkungsradius der Mentorenschaft größere Kreise zieht und der/die Mentor*in gleichzeitig die Dynamiken innerhalb der Familie besser einschätzen kann, um so punktgenauer helfen zu können.

Wie viele Personen in der Familie der Patenschaft sein werden, bestimmst du vor Beginn der Patenschaft im Kennenlern-Gespräch selbst.

Das Thema Kinderschutz liegt uns sehr am Herzen. Wenn du Familien besuchst, die minderjährige Kinder haben, ist es wichtig, dass du dir davor einige Dinge bewusst machst.

Gerade bei Kindern sind Verlässlichkeit, Ausgeglichenheit und eine offene und empathische Kommunikation wichtig. Auslachen, Überforderung oder Bevormundung, aber auch Unterforderung, Inkonsequenz und Vernachlässigung können sich auf das Kind in seiner Entwicklung auswirken. Diese aufgezählten Verhaltensweisen passieren im Alltag, deshalb ist es umso wichtiger, dass du dein Verhalten reflektierst und transparent korrigierst.

Die Erziehungsberechtigung liegt trotz möglichem Machtgefälle in einer Patenschaft bei den Eltern des Kindes. Ausflüge ohne die Eltern müssen in der Unterkunft vorab von den Eltern schriftlich genehmigt werden. Versuche nicht, die Kinder nach deinen Vorstellungen zu lenken, sondern eher, sie in ihren Fähigkeiten und Interessen zu stärken und zu empowern.

Falls du einen Verdacht auf missbräuchliches Verhalten im Umfeld des Kindes hast, behalte diesen Verdacht nie für dich. Auch wenn sich im Nachhinein herausstellen sollte, dass es sich um ein Missverständnis handelt, ist die Sicherheit des Kindes das oberste Gebot. Melde dich deshalb bitte umgehend bei uns, damit wir weitere Schritte absprechen können. Die „Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendkultur e.V.“ hat eine Verhaltensampel erstellt, auf der unterschiedliche Verhaltensweisen nach Alarmstufen dargestellt sind.

Vor Aufnahme der Patenschaft muss ein erweitertes Führungszeugnis in der Unterkunft für Geflüchtete vorgelegt werden. Bei dem Kennenlern-Gespräch und bei den regelmäßigen Reflexionsgesprächen mit unserem Projektmanagement werden wir auch immer wieder auf die Situation der Kinder eingehen. Das passiert nicht, weil wir dich unter Generalverdacht stellen, sondern um das Kindeswohl in unserer Arbeit gewährleisten zu können.

Sehr gerne!

Da wir Familienpatenschaften vermitteln, ist es der Regelfall, dass ein*e Mentor*in für mehrere Personen Ansprechperson ist. Viele finden sich auch in dieser Rolle ein, ohne dass sie eine Patenschaft zu zweit machen. Wenn Du jedoch denkst, dass es für dich einfacher wäre, mit jemanden, den du kennst, eine Patenschaft zu zweit zu machen, organisieren wir das gerne!

Zuallererst füllst du den Online-Fragebogen aus und schickst ihn ab. Nimm dir dafür Zeit und nutze den Bogen, um dich selbst zu fragen, was deine Motivation hinter dem Bedürfnis einer Patenschaft ist und wo deine Grenzen in einer Patenschaft liegen. Diese Selbstreflexion vorab ist wichtig für den weiteren Verlauf.

Nachdem du den Bogen ausgefüllt und abgesendet hast, kommt er zu unserer Projektmanagerin, die sich daraufhin bei dir meldet, um ein erstes Kennenlern-Gespräch zu vereinbaren. Das Gespräch kann über Video-Call oder persönlich vor Ort stattfinden.

Beim Kennenlern-Gespräch triffst du dich für ungefähr eine Stunde mit der Projektmanagerin von beeMentor. Sie spricht mit dir noch einmal über deine Antworten in dem Fragebogen und geht auf mögliche Chancen und Risiken ein, die Patenschaften mit sich bringen. 

Unser Ziel des Gesprächs ist es, dich kennenzulernen und ein Gefühl für dich als Person zu bekommen. Wir sind als Verein dafür verantwortlich, wer den geflüchteten Familien begegnet. Diese Verantwortung nehmen wir sehr ernst, weshalb das Gespräch für uns eine wichtige Grundlage für die weitere Vermittlung darstellt. Gleichzeitig möchten wir, dass du so gut wie möglich auf deine Patenschaft vorbereitet wirst und dir mit uns zusammen weitere Gedanken zu deinen Grenzen und Wünschen in der Patenschaft machst und alle offenen Fragen loswerden kannst.

Die Vermittlung oder auch das Matching bezeichnet den Prozess, indem für dich die passende Familie gesucht wird. Wir als Verein sind nicht alleine für dein Matching zuständig, sondern kooperieren mit den Unterkünften für geflüchtete Menschen direkt vor Ort. Die Unterkünfte werden in Hamburg über den Träger Fördern & Wohnen organisiert. 

Über den Fragebogen und das Kennenlern-Gespräch  konnten wir uns ein Bild machen, was dir in einer Patenschaft wichtig ist. Zusammen mit Fördern & Wohnen gucken wir, welche Familie zu dir passen könnte. Bevor das erste Treffen stattfindet, kommt noch ein bisschen Papierkram auf dich zu. Beim ersten Treffen mit der Familie wird unser Projektmanagement dabei sein und anschließend mit dir zusammen darüber sprechen, ob du dir die Patenschaft vorstellen kannst oder nicht.

Bevor das erste Treffen stattfindet, unterschreibst du eine Freiwilligenerklärung von Fördern & Wohnen. Darin werden Daten zu deiner Person abgefragt und du bestätigst, sensible Daten des Ehrenamts nicht an Dritte weiterzugeben. Du bist dann über Fördern & Wohnen haft- und unfallversichert. Zusätzlich bist du in dem Register von Freiwilligen bei Fördern & Wohnen und profitierst dort ebenfalls von Fortbildungsangeboten oder Erstattungen von möglichen Fahrtkosten zur Unterkunft.

Für die Aufnahme deines Ehrenamts musst du bei Fördern & Wohnen einen Nachweis einreichen, dass du gegen Masern geimpft bist. Des Weiteren muss ein Erweitertes Führungszeugnis von dir in Auftrag gegeben werden. Fördern & Wohnen gibt dir einen Vordruck, den du beim Kundenzentrum abgibst. Du bezahlst nichts für das Führungszeugnis und musst auch keinen Termin dafür vereinbaren.

Da wir nicht allein für die Vermittlung zuständig sind, sondern mit dem Träger Fördern & Wohnen kooperieren, kann die Dauer der Vermittlung je nach Unterkunft variieren. In der Regel dauert der Vermittlungsprozess zwischen 3-6 Wochen. Wir versuchen unser Bestes, damit du nicht lange warten musst, um mit der Patenschaft loszulegen und halten dich über jeden Schritt auf dem Laufenden!

Das erste Treffen findet in der Regel in der Unterkunft der geflüchteten Familie statt. Unsere Projektmanagerin wird beim ersten Treffen dabei sein. Sie wird zu Beginn nochmals über den Verein und das Ehrenamt aufklären und betonen, was du machen möchtest und was nicht. Danach geht es darum, dass ihr einen ersten Eindruck voneinander bekommen könnt. Anschließend reflektierst du das Treffen mit unserer Projektmanagerin und entscheidest dich, ob du die Familie weiter kennenlernen möchtest.

Du triffst dich ungefähr ein Mal in der Woche mit der Familie. Das kann immer ein regelmäßiger Termin sein oder du vereinbarst die Termine flexibel. Plane pro Treffen ungefähr zwei Stunden ein. 

Du entscheidest, wo du dich treffen möchtest. Überlege dir am besten vorab, ob du z.B. die Familie auch in ihrer Unterkunft besuchen oder lieber draußen etwas unternehmen willst. Gerade zu Beginn wirst du eher vorschlagen, was ihr während der Treffen macht. Versuche immer mal wieder auch die Familie zu motivieren, Vorschläge zu machen oder sie zu fragen, was sie interessiert. Achte dabei stets darauf, dass die Unternehmungen am besten kostenlos sind.

Wenn du während der Mentorenschaft überfordert bist, Freizeittipps brauchst oder auch schöne Momente teilen willst, melde dich gerne bei unserer Projektmanagerin.

Eine Mentorenschaft ist auf sechs Monate angelegt. Wenn du länger Mentor*in sein möchtest, kannst du das natürlich tun. Du wirst dich regelmäßig mit unserer Projektmanagerin über der Patenschaft austauschen und kannst bei ihr auch ansprechen, wenn du keine Kapazitäten mehr hast. 

Lebensumstände verändern sich und so eventuell auch die Möglichkeit, eine Patenschaft aufrechtzuhalten. Dann ist es wichtig, dass das Ende der Patenschaft begleitet wird und alle Beteiligten mit einem positiven Gefühl an die Zeit verbleiben.

Während der Mentorenschaft baust du eine persönliche Verbindung zu den Mentees auf. Wie in jeder zwischenmenschlichen Beziehung können auch hier Missverständnisse oder andere Konflikte auftreten, egal wie gut die Vorbereitung ist. Dann ist es wichtig, dass diese Dinge offen angesprochen werden und wir versuchen, konstruktiv eine Lösung zu finden. Gerade an solchen Situationen wächst man! Wenn dir so etwas schwerfällt, besprich dich gerne mit unserer Projektmanagerin. Falls ihr keine Lösung finden könnt, bieten wir auch an, das Gespräch mit der Familie zu begleiten oder eine*n externe*n Supervisor*in zu organisieren.

Falls die Konflikte jedoch nicht zu lösen sind, zwingt euch natürlich niemand, eine Patenschaft weiterzuführen. Wir werden im letzten Schritt, wenn vorangegangene Gespräche keine Veränderung herbeiführen, die Patenschaft auflösen. In diesem Fall ist es wichtig, dass du dich im Anschluss mit unserer Projektkoordination zusammensetzt und besprichst, woran es gelegen hat.

Wir veranstalten regelmäßig unterschiedliche Austauschmöglichkeiten innerhalb des Projekts und sind bekannt für unsere Nowruz-, Sommer- und Nikolausfeste. 

Neben diesen Anlässen kooperieren wir mit den Landungsbrücken Hamburg und dem Mentor.Ring, über die du zahlreiche Fortbildungen besuchen kannst. Fördern & Wohnen bietet ebenfalls Fortbildungsmöglichkeiten an. 

Wenn ihr Ideen für eigene kleine Projekte oder Aktionen habt, meldet euch gerne bei unserer Projektmanagerin und wir überlegen, wie wir deine Ideen mit unseren Mitteln umsetzen können!

Dein ehrenamtliches Engagement wirkt sich häufig positiv bei Bewerbungen um Stipendien oder bei der Jobsuche aus.

Wir freuen uns, wenn wir dir auf deinem Weg helfen und etwas zur Verwirklichung deiner Ziele beitragen können. Zögere also nicht, dich bei unserer Projektmanagerin zu melden, wenn du einen Nachweis über dein Ehrenamt oder ein Gutachten von uns benötigst. 

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